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Verbindungsprobleme bei der DNS Namensauflösung erkennen

Die ursprüngliche Spezifikation von DNS-Nachrichten (RFC 1035), welche über UDP gesendet werden, ist auf 512 Bytes begrenzt. Bereits Ende der Neunzigerjahre wurde mit dem “Extension Mechanisms for DNS (EDNS0)” (RFC 2671) eine Erweiterung für das DNS-Protokoll festgelegt, welche es u.a. dem Client erlaubt eine grössere Buffergrösse bekannt zu geben.

Die meisten DNS Resolver-Implementierungen kündigen eine Buffergrösse von 4096 Bytes an. Das heisst aber auch, dass bei einer maximalen Paketgrösse (Maximum Transmission Unit, MTU) von 1500 Bytes eine Fragmentierung der Datenpakete stattfindet. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass viele Netzwerk- und Sicherheitsprodukte diese Protokolländerung noch nicht mitgekriegt haben und auf eine kleinere Paketgrösse bestehen. Für DNSSEC ist die EDNS0-Erweiterung eine Voraussetzung, da durch die Signierung der Daten die Paketgrösse ansteigt.

Die Unterstützung einer grossen Buffergrösse von Ihrem DNS-Resolver zur Aussenwelt ist aber auch relevant, wenn Sie keine DNSSEC-Validierung auf dem DNS-Resolver aktiviert haben. Aktuelle DNS-Resolver kennzeichnen die Unterstützung von DNSSEC (durch das DO-bit, Bezeichnung “DNSSEC OK”-bit, RFC 3225) und erhalten deshalb in der Antwort die DNSSEC-Signaturen, auch wenn der DNS-Resolver die Validierung nicht aktiviert hat.
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